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Labor breathing techniques
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Krebsspezialist warnt vor schnellen KrebsverlÀufen nach Covid-19 Booster
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Der in GroĂbritannien praktizierende Krebsspezialist Dr. Angus Dalgleish behandelt Krebspatienten an vorderster Front und ist entsetzt, was er bei geimpften Patienten, Bekannten und Freunden sieht: ungewöhnlich rasch fortschreitende Krebsarten, erneute AusbrĂŒche von lĂ€ngst geheilten oder im RĂŒckzug befindlichen Erkrankungen, die in manchen FĂ€llen seit 25 Jahren oder lĂ€nger nicht mehr aufgetreten waren. Seiner Meinung nach liegt die Ursache an der Booster Impfung. Er wendet sich aus gegebenem Anlass mit einem Schreiben an den Chefredakteur des BMJ (British Medical Journal) Dr. Abbasi, welches wie folgt lautet: âSehr geehrter Kamran Abbasi, In Anbetracht dessen, dass das Durchschnittsalter bei Covid TodesfĂ€llen in GroĂbritannien bei 82 liegt und bei allen anderen Todesursachen bei 81 und darunter, benötigt Covid-19 kein Impfprogramm mehr. Die Verbindung mit Blutgerinnsel, Myokarditis, Herzinfarkten und SchlaganfĂ€llen ist bereits hergestellt und bekannt, ebenso wie der Zusammenhang mit Myelitis und Neuropathie. (Wir haben diese Nebenwirkungen in unserem Artikel vom Juni 2020 QRBD Sorensen et al. 2020 bereits vorausgesehen, nachdem die BLAST Analyse 79 % Homologie zu humanen Epitopen, speziell PF4 und Myelin ergeben hat.) Jetzt aber gibt es einen anderen Grund um sĂ€mtliche Impfprogramme mit sofortiger Wirkung zu stoppen.  Als praktizierender Onkologe sehe ich Menschen mit einer stabilen Erkrankung, welche nach erzwungener Verabreichung eines Boosters, meistens um reisen zu können, schnell voran schreitet. Ich sehe sogar in meinem persönlichen Bekanntenkreis B-Zell basierte Krankheit nach der Boosterung. Sie berichten mir, dass sie sich nach dem Booster Tage- bis wochenlang unwohl fĂŒhlten. Einer entwickelte daraufhin eine LeukĂ€mie, zwei Arbeitskollegen Non-Hodgkin Lymphom und ein alter Freund der sich so fĂŒhlte, als hĂ€tte er Long Covid nachdem ihm der Booster verabreicht wurde und der nachdem er starke Knochenschmerzen bekam, die Diagnose multiple Metastasen einer seltenen B-zell Erkrankung erhielt. Ich verfĂŒge ĂŒber ausreichende Erfahrung um zu wissen, dass es sich hier nicht um auĂergewöhnliche EinzelfĂ€lle handelt, die in vieler Munde sind, vor allem wenn man in Anbetracht zieht, dass die gleichen Muster in Deutschland, Australien und den USA auftreten. Die Berichte der charakteristischen ImmunschwĂ€che nach mRNA Injektion, die wochenlang anhĂ€lt, passen genau dazu, da all diese Patienten bisher Melanome oder B-Zell basierte Krebsarten haben, die sehr empfindlich auf Immunkontrolle sind â und dies noch vor den Berichten der UnterdrĂŒckung von Tumorsuppressorgenen durch mRNA im Laborexperiment. Dies muss sofort in den Rundfunk und muss thematisiert werden.â Prof. Dalgleish bezieht sich in seinem Schreiben auf B-Zell basierte Krankheiten und Krebsarten. GemÀà der Britischen Gesellschaft fĂŒr Immunologie, spielen B-Zellen eine wichtige Rolle bei der Regulierung der Immunantwort und eine Störung der B-Zell Funktion kann schwerwiegende Folgen haben, wie zum Beispiel Krebs, Autoimmunerkrankungen, entzĂŒndliche, nicht autoimmune Krankheiten, nach Transplantationen kann es zu Reaktionen gegen den OrganempfĂ€nger kommen, Verbreitung von HIV. @JM https://der-schandstaat.info/interview-mit-biologe-dr-hans-ackerbauer-internationaler-medizinisch-wissenschaftlicher-leiter-in-der-pharmaindustrie-im-ruhestand/ Read the full article
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Corona als Meteoriteneinschlag des Denkes
Wenn Corona Krise bedeutet, was war dann NormalitĂ€t? Trotz Ăberraschungsekstase zwingt uns der Virus zu immer neuen Entscheidungen im Leben zwischen Zeitgeschenk und Panikattacke. Die globale Pandemie verstĂ€rkt nicht nur den Charakter von Politikern und Institutionen. Vielmehr hilft sie, lĂ€ngst ĂŒberfĂ€llige Fragen zu stellen. Jenseits angestrengter Kampfansagen an den unsichtbaren Feind ist Corona ein dringend benötigter Katalysator fĂŒr Denken und Handeln.
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Noch vor Kurzem konnte der US-amerikanische PrĂ€sident Donald Trump frech von einem âauslĂ€ndischen Virusâ sprechen. Seine protektionistische Situationsdefinition hatte nicht lange Bestand. Im Rosengarten des WeiĂen Hauses verkĂŒndete er den Notstand und rĂ€umte ein, dass die Covid-19-Pandemie ein Problem ist, das durch GrenzschlieĂungen nicht aus der Welt zu schaffen ist. âSelbst wenn ihr die Grenzen vor den zweibeinigen FlĂŒchtlingen dicht machtâ, schreibt Bruno Latour in seinem Terrestrischen Manifest, âdie anderen werdet ihr nicht aufhalten können.â Aus heutiger Sicht wirken diese Worte fast prophetisch.
Wir verstehen die Welt nicht mehr. Was passiert gerade mit unserer Gesellschaft? Immer mehr gleicht sie einem Laborexperiment mit uns als Probanden. Aber bereits 1990 sprach Ulrich Beck von der âPraxis als Laborâund sah die Herausforderung durch unkontrollierbare âFreiland- und Menschheitsexperimenteâ. Die Idee einer Gesellschaft als offenes Laborist jetzt das passende Bild, um die tĂ€gliche âLageâ besser einzuordnen.
Gesellschaften sind Problemtauschagenturen: Trotz aller GrenzschlieĂungen wird das Problem Corona in einem grenzenlosenExperiment zwischen widersprĂŒchlichen gesellschaftlichen und geopolitischen Interessen hin- und her ĂŒbersetzt. C. Wright Mills erkannte schon in den 1960er Jahren eine Verbindung zwischen âprivate troublesâ und âpublic issuesâ. Mehr denn je sollten wir die Wechselwirkungen zwischen persönlichem Umfeld und planetarischem MaĂstab durch zoomendes Denkenin den Blick nehmen. Auch wenn viele sich danach sehnen, wird dabei am Ende jedoch keine einheitliche oder standardisierte Situationsdefinition herauskommen. Die NormalitĂ€t, zu der wir zurĂŒckwollen, gibt es inzwischen nicht mehr. Das klingt nach Kontrollverlust und ist dennoch genau das Gegenteil. Es gibt eine Traditionslinie, in die sich das aktuelle Geschehen einordnen lĂ€sst.
WeltraumspaziergÀnge
Der sowjetische Kosmonaut Alexej Leonow wurde 1965 als erster âWeltraumspaziergĂ€ngerâ berĂŒhmt. Nur an einer dĂŒnnen Leine gesichert, stieg er aus seiner Voskhod-Kapsel aus und schwebte schwerelos im All. Leonow war ein Witzbold. In seinem ersten Funkspruch, betonte er, dass die Erde absolut rund sei. âDu kannst es kaum fassenâ, jubilierte er 500 Kilometer ĂŒber dem Erdboden, ânur hier drauĂen können wir die Erhabenheit spĂŒren von allem, was uns umgibt.â Zehn Jahre spĂ€ter war Leonow nochmals an Bord einer Sojus-19-Kapsel im All, die an ein amerikanisches Apollo-Raumschiff ankoppelte. Es war der erste Versuch der Raumfahrt ĂŒber alle Grenzen hinweg zusammenzuarbeiten. âZwischen Astronauten haben niemals Grenzen existiertâ, erinnert sich Leonow. âDer Tag, an dem auch Politiker dies begreifen, wird unseren Planeten fĂŒr immer verĂ€ndern.â Ăhnlich wird es spĂ€ter ein amerikanischer Kollege fassen. âWir beten, dass die gesamte Menschheit sich eine grenzenlose Welt vorstellen kannâ, so William McCool, Pilot der Space Shuttle Mission STS-107, nachdem er und seine Crew am 29. Januar 2003 mit John Lennons Lied Imagine geweckt worden waren. Und der arabische Astronaut Prinz Sultan Bin Salman al-Saud erinnert sich an Erlebnisse jenseits aller Beschreibungsmöglichkeiten. âVon hier oben sehen alle Schwierigkeiten, nicht nur die im Nahen Osten, seltsam aus, weil die Grenzlinien einfach verschwinden.â Er berichtet, wie die Astronauten am ersten Tag im All noch auf ihre LĂ€nder zeigten, dann auf die Kontinente und nach ein paar Tagen nur noch auf den Planeten Erde.
Mit der RaumfĂ€hre Space Shuttle konnten erstmals auch weniger trainierte Politiker ins All fliegen und sich davon ĂŒberzeugen, dass alles mit allem zusammenhĂ€ngt. âMan kommt mit groĂer Sicherheit zu der Einsicht, dass es dort unten nicht wirklich politische Grenzen gibtâ, erinnert sich der republikanische Senator Edwin Garn aus Utah nach seinem Raumflug. âMan sieht den Planeten plötzlich als âeine Weltâ an.â Und der demokratische Kongressabgeordnete Bill Nelson aus Florida schlug vor, dass sich die FĂŒhrer der SupermĂ€chte doch im Weltall treffen sollten. âEs hĂ€tte einen positiven Effekt auf ihre Entscheidungsfindung.â Das wĂ€re dann ein Gipfeltreffen, das den Namen auch wirklich verdiente.
Viele Astronauten entwickelten eine Vorliebe fĂŒr âEarthgazingâ, das tĂ€gliche Ritual, so lange wie möglich aus dem Fenster ihres Raumschiffs auf die Erde zu schauen. Der Skylab-Astronaut Ed Gibson klagte darĂŒber, dass jeder Versuch, das Besondere zu teilen, sich wie ein Tropfen Farbe in einem Ozeanâ verteilen wĂŒrde. Leider gab es bislang keinen Antoine St. ExupĂ©ry im All, der die IntensitĂ€t des Erlebten in angemessene Worte kleidet. Der Apollo-11-Astronaut Michael Collins merkte einst sogar an, dass die beste Mannschaft fĂŒr eine Mission aus âeinem Philosophen, einem Priester und einem Poetenâ bestehen wĂŒrde. âUnglĂŒcklicherweiseâ, so fĂŒgte er hinzu, âhĂ€tten sie sich beim Versuch, das Raumschiff zu fliegen selbst umgebracht.â
Overvieweffekt
Doch auch ohne Priester oder Poeten konnten wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden, die sich nach und nach auch auf der Erde verbreiteten. Diese Flaschenpost an die Menschheit wurde unter dem Namen Overview-Effekt bekannt. Im Kern bedeutet der Effekt eine starke und andauernde kognitive Verschiebung des Bewusstseins als Folge einer transformierenden PrimĂ€rerfahrung. Der Overview-Effekt resultiert aus der Wechselwirkung zwischen Ă€uĂerer Erfahrung und inneren Wandlung. Er verhindert, sich nicht mehr egoistisch nur mit sich selbst zu beschĂ€ftigen, sondern sich als Teil eines gröĂeren System zu erkennen. Die IntensitĂ€t rĂŒhrt daher, dass zeitgleich die Schönheit des Planeten und die Schicksalshaftigkeit menschlichen Lebens auf dessen OberflĂ€che wahrgenommen werden. Kurz: Der Overview-Effekt ist eine Art Meteoriteneinschlag ins Gehirn.
Also genau das, was wir gegenwÀrtig tÀglich erleben.
âIch habe eine Welt gesehen, die so neu und unbekannt war. Ich habe versucht, alles zu sehen und mir alles zu merken,â berichtete Yuri Gagarin, der erste Mensch, der die Gravitation ĂŒberwand. Gagarin fĂŒhlte sich geehrt, als Individuum die Menschheit reprĂ€sentieren zu dĂŒrfen. Menschheit klingt tröstlich. Aber ist die Rede von der Menschheit angesichts von Corona ĂŒberhaupt noch angemessen? âDie Menschheitâ ist ein historisch junges Konzept, dessen Grundgedanke darin besteht, sich die Welt als Einheit, als Ganzes vorzustellen, das gemeinsam Möglichkeiten aber auch Grenzen bestimmt. Gerade weil alle Kulturen und Religionen bislang eher daran arbeiteten, Unterschiede und Trennlinien aufrechtzuerhalten, werden wir nur dann ĂŒberleben, wenn wir annĂ€hernd geteilte Werte oder Zukunftsvorstellungen entwickeln.
Die gute Nachricht: Der Overview-Effekt zieht positive VerĂ€nderungen nach sich. Der Blick aus dem All erzeugte Mitleid mit dem Planeten, ein profundes VerstĂ€ndnis der groĂen ZusammenhĂ€nge des Lebens sowie das GefĂŒhl der Verantwortung fĂŒr die irdische Umwelt. Diese Tugenden benötigen wir dringender denn je.Alle, die bislang einen Overview-Effekt erlebten, berichteten ĂŒbereinstimmend von massiv gesteigerter EmpathiefĂ€higkeit. âIch konnte den Status quo des Planeten nicht mehr lĂ€nger akzeptierenâ, so der Astronaut Ron Garan. âWir leben in einer Welt unbeschrĂ€nkter Möglichkeiten. Es liegt in unserer Macht, so vieles zu verĂ€ndern. Und doch haben wir es bislang nicht getan.â
Der Overview-Effekt ist mitnichten nur fĂŒr Weltraumenthusiasten von Interesse, sondern fĂŒr alle, die an echte Zukunftsinvestitionen interessiert sind. Wer die Flaschenpost aus dem All öffnet und sich von der darin enthaltenen Botschaft berĂŒhren lĂ€sst, entdeckt die Poesie der Hoffnung.
Auf diesen Proviant sind wir gegenwÀrtig angewiesen.
Zwar ist es nie zu spĂ€t Astronaut zu werden, doch die Botschaft der Flaschenpost kann eigentlich ĂŒberall empfangen werden. Grundvoraussetzung ist allein eine distanzierte Perspektive auf uns selbst. Einer der ersten, der sich das vorstellen konnte war Fred Holye. âSobald es eine Fotografie der Erde, aufgenommen von auĂerhalb, gibt â sobald die völlige Isolation der Erde bekannt wirdâ, schrieb der hellsichtige britische Astronom 1948, âwird sich eine neue Idee, so mĂ€chtig wie keine andere in der Geschichte, Bahn brechen.â Und genau so war es. Die Apollo 8-Mission brachte von ihrer Reise das berĂŒhmte Earth-Rise-Foto als Kronjuwel der Menschheit mit. âEines der wichtigsten Ergebnisse von Apollo war das Bild der Erdkugelâ, resĂŒmiert der WeltraumkĂŒnstler Arthur Woods. âEs war das erste Mal, das wir unseren Planeten aus der Weltraumperspektive vor der SchwĂ€rze des Universums sahen. Was die Erde aus der Weltraumperspektive gesehen besonders schön macht, ist die Tatsache, dass wir Leben sehen.â Mit einem einzigen Foto wurde der bekannte Horizont der Menschheit gesprengt. Die Astronauten der Appollo-8-Mission waren die letzten echten Irritationsagenten der Menschheit. Nur sie konnten einen ganzheitlichen Blick auf die Erde werfen.
Dieser Blick fehlt uns gerade sehr.
Im Kern sind wir trotz Fernreisen, Massentourismus und Google Maps provinzielle Dörfler geblieben. Nun gibt uns die Corona-Pandemie Nachhilfeunterricht. Der Overview-Effekt braucht als Testgebiet nicht unbedingt das Weltall, Erkenntnisbeschleuniger kann tatsĂ€chlich fast alles sein und tritt in vielen Verkleidungen auf: Beim Fliegen, als Gipfelerlebnis beim Bergsteigen, als Bewusstseinserweiterung durch Drogenkonsum oder als spirituelle Erfahrung. Oder im Kontext banaler Alltagserfahrungen. Die Politikerin und Rollstuhlfahrerin Kristina Vogel berichtet davon, was die Ăberwindung von Bordsteinkanten alles bewirken kann. âIn solchen Dingen sieht man die Dinge in gröĂeren ZusammenhĂ€ngenâ, so Vogel. âDeshalb trĂ€ume ich davon, in einer Welt zu leben, in der jeder nicht nur an sich selbst denkt.â
GegenwĂ€rtig zwingt uns ein unsichtbarer Virus zu einer neuen Perspektive auf unsere Welt. Corona hat den Overview-Effekt im planetarischen MaĂstab demokratisiert.In der irdischen Variante könnte uns deshalb die neu gewonnene ganzheitliche Perspektive auch den Weg aus der Krise weisen und notwendigen Treibstoff fĂŒr soziale Transformationen und progressive VerĂ€nderungen liefern. Corona wĂ€re dann im Idealfall eine Art philosophischer Katalysator. In seiner mundanen Variante wĂŒrde der Overview-Effekt helfen,Denk- und Handlungsblockaden aufzulösen, die uns viel zu lange gelĂ€hmt haben. In kĂŒrzester Zeit werden gegenwĂ€rtig Einsichten gewonnen, fĂŒr die sonst lange ZeitrĂ€ume notwendig waren. Corona kann als kognitiver Fast-Track verstanden werden, als epistemologische Ăberholspur im Alltagslabor der Menschheit. Josef Beuys sĂ€he darin vielleicht sogar eine Soziale Plastik, die Bewusstsein schafft, ein elementares tiefes GefĂŒhl der âAuferstehung aus einer Zerstörtheitâ. Denn eine Soziale Plastik ist ja nichts anderes als das kollektive Durchleben eines Zerstörungs- und Heilungsprozesses. StabilitĂ€t mag das Ziel unserer Gesellschaft sein, aber InstabilitĂ€t ist nun einmal das zentrale Merkmal der Gegenwart. Der Corona-Effekt macht deutlich, wie die Vollkasko-MentalitĂ€t, die lange Zeit die unhinterfragte Grundlage vieler Existenzen war, nun von einem seuchenpolitischen Imperativ abgelöst wird: Zusammenarbeiten! Zusammenhalten! BloĂ nicht streiten!
Monster des Bodenlosen
Wenn Corona Krise bedeutet, was war dann NormalitĂ€t? In diesem Zusammenhang erinnern wir uns an die berĂŒhmt gewordene Aussage von Margaret Thatcher, die die Existenz der Gesellschaft bzw. des Sozialen radikal bezweifelte: âWho is society? There is no such thing!â Thatcher hob darauf ab, dass es nurindividuelle MĂ€nner und Frauen und einzelne Familien gibt. âUnd keine Regierung kann etwas tun, wenn nicht durch die Menschen und diese sorgen sich immer zuerst um sich selbst.â Diese Haltung zĂŒchtete das Monster des Bodenlosen heran, das uns nun alle erschreckt. Wir alle sind von seinen DrohgebĂ€rden â soziale Desintegration, planetarische Zerstörung, globale Ungleichheiten und individuelle Erschöpfung â mehr oder weniger eingeschĂŒchtert. Das Monster beutet uns immer perfider aus. Es erzeugt nicht nur Unordnung, Angst und Neurosen. Es fĂŒhrt auch zum vollstĂ€ndigen Verlust des gesellschaftlichen Gravitationszentrums. Dieser neoliberale Kreuzzug rĂ€cht sich jetzt, wenn nach einer jahrzehntelangen sozialen KĂ€lteperiode plötzlich umfassende SolidaritĂ€t gefordert wird. SolidaritĂ€t war bisher eher hinderlich. Erst wurden Menschen gezwungen, sich um sich selbst zu kĂŒmmern, plötzlich sollen sie sich wieder solidarisch verhalten.
Bereits zu Beginn der Krise, in der Phase informierter Ignoranz, tauchten erste SolidaritĂ€tsforderungen auf. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel rief in ihrer Ansprache an das Volk zu mehr Herz, Verstand und SolidaritĂ€t auf. Aber reicht es, fĂŒr Ăltere einzukaufen, um sich selbst solidarisch zu nennen? Oder aus Not zwei Patienten an ein BeatmungsgerĂ€t anzuschlieĂen? Als Italien Mitte MĂ€rz den Ausnahmezustand verschĂ€rfte, wurde SolidaritĂ€t geradezu ideologisch verklĂ€rt. âDie Opfer von heute sind nötig, um gestĂ€rkt wieder durchstarten zu könnenâ, behauptete der Regierungschef der Lombardei, Attilio Fontana. Was soll das bedeuten? Menschen, dem Leben entrissen, dem Tod als Opfergabe vor die FĂŒĂe geworfen? Die Toten auf Eis legen? In den USA werden Hinrichtungen mit dem Verweis auf die Ansteckungsgefahr verschoben. Europa schlieĂt seine Grenzen, an denen Menschen fast ungesehen leiden und hilflos sterben. Wenn die Forderung nach SolidaritĂ€t zu Politikersatz oder zur Forderung nach Opferbereitschaft verkommt, dann wird der Begriff ideologisch ĂŒberbelichtet.
Das ist der erste Schritt auf dem Weg in die Vormoderne. Denn ohne Zweifel gleicht die Traglast unserer Zivilisation einer dĂŒnnen Eisdecke.
Was denken wohl gerade die sechs Besatzungsmitglieder an Bord der internationalen Raumfahrtstation ISS, wenn sie das Geschehen auf ihrem Heimatplaneten aus der Distanz beobachten? Wir jedenfalls sollten den irdischen Overview-Effekt durch Corona als Geschenk begreifen. Als Beispiel fĂŒr die allgegenwĂ€rtige Entgrenzung des Lebens und den damit verbundenen Folgen. Diese Haltung hilft, nach der Krise eine bessere Welt zu erschaffen. Statt inszenierter SolidaritĂ€t braucht es utopische Momente.
Bislang nahm jede soziale Utopie zwangslĂ€ufig erschöpfte Gesellschafts- und Zivilisationsformen zum Ausgangspunkt. Im offenen Labor der Menschheit geht es nun wieder um soziale, kulturelle ökonomische und ethische GrenzĂŒberschreitungen. Kurz: Wir brauchen wieder Utopien!
Sehnsucht nach Utopien
Eine Utopie ist Widerstand gegen Informationen. Ihre primĂ€re Funktion besteht darin, die ZustĂ€nde zu kritisieren. Das gelingt, indem der RealitĂ€t eine ideale Welt gegenĂŒbergestellt wird. Deswegen werden Utopien auch GegenentwĂŒrfe genannt. Utopien enthalten immer zwei Elemente â Kritik und Transformation, Ablehnung einer Gesellschaftsordnung und einen Impuls zu deren Ăberwindung. Utopien lassen die Welt in der Schwebe. Sie sind keine technokratischen Handlungsanweisungen, sondern Werkzeuge, die helfen, die Gegenwart besser zu verstehen, uns wieder sprachfĂ€hig zu machen und die richtigen Fragen zu stellen.
Etwas, das noch nicht existiert, kann gleichwohl schon da sein. âJede Entdeckungsreise, jede Kolonisation, jede Auswanderungswelle setzte den stillschweigenden Glauben an ein zukĂŒnftiges gelobtes Land vorausâ, so der argentinische Universalgelehrte Alberto Manguel. Weil das noch immer gilt, sind Utopien Baustellen der Menschheit, hypothetische Handlungsfelder auf dem Weg zu einer besseren Zivilisation.
Leider stellen Utopien eine Herausforderung fĂŒr das MittelmaĂ dar. Sie zwingen dazu, ĂŒber das Jammern an der Klagemauer der UnzulĂ€nglichkeiten hinauszugehen. Stattdessen legen sie den Grundstein fĂŒr Experimente, die Prozessen der Entzivilisierung entgegenwirken. Experimente mögen nicht immer eindeutige Ergebnisse liefern, aber sie verhindern unkoordinierte AktivitĂ€tszuckungen und voluntaristische Eingriffe in den Kurs der Welt.
Wie es scheint, sind uns Dystopien vertrauter als Utopien.Gepflegte Dystopien sind zum Spielfeld Intellektueller und Schriftsteller geworden. In Schöne neue Welt von Aldous Huxley erklĂ€rt John Savage, der Hauptprotagonist, wie Menschen in unterschiedliche Produktionsklassen eingeteilt werden. âDoch alle sind wir nĂŒtzlich!â singen die Menschen in dieser idealen Welt. Wer nicht mehr nĂŒtzlich ist, endet in der âLethalkammerâ. Das ist bis heute der Umriss aller Dystopien. Und leider recht nah an der Wirklichkeit.
Wie wir wissen, ahnen oder befĂŒrchten, sind die meisten Utopien bislang gescheitert. Ein Hauptgrund dafĂŒr ist ideologische Verkrampfung. Utopien fordern moralisch heraus. âDie Utopie ist eine vollkommene Welt, und die Wirklichkeit gewordene Vollkommenheit duldet keine Diskussion, keinen Kompromiss, keinen Vergleich mit der Unvollkommenheitâ, so der Kulturhistoriker Georges Minois. âIhre Anwendung muss vollstĂ€ndig und intolerant sein.â
Hinzu kommt, dass politisches Engagement in modernen Gesellschaften eher fragmentiert und feldbezogen stattfindet â es gibt keinen Brennpunkt mehr. Aber Utopien sind gerade dadurch gekennzeichnet, das sie das groĂe Ganze, das Zusammenspiel aller gesellschaftlichen Teilsysteme in den Blick nehmen. Utopisches Denken beginnt dort, wo die Verbindungslinien zwischen den Feldern des Engagements sichtbar gemacht und systematisch weiterentwickelt werden. Utopien entwirft man nicht fĂŒr sich alleine, sie setzen einen kollektiven Resonanzraum voraus.
Trotz einer langen Traditionslinie des Scheiterns und den zweifelsohne vorhandenen Gefahren utopischer Rhetorik scheint es heute einen geradezu dringenden Bedarf an neuen utopischen AnsĂ€tzen zu geben. Bislang köchelte utopisches Bewusstsein auf kleiner Flamme und eher in Subkulturen. Aber angesichts des Monsters der Bodenlosigkeit kehren Utopien endlich in die Mehrheitsgesellschaft zurĂŒck.
RĂŒckkehr der Utopien
In der Literatur wurden Utopien oft genug durchgespielt. Im Science-Fiction Roman WeiĂer Marsvon Aldiss Brian und Roger Penrose wird eine fiktive Explorationsgeschichte erzĂ€hlt, bei der durch katastrophale Ereignisse rund 6.000 Menschen, Siedler und Wissenschaftler, ohne Rettungsmöglichkeit auf dem Mars stranden. Die einzige Möglichkeit besteht in der Flucht nach vorn, dem Aufbau einer Gesellschaft entlang utopischer Ideale. Die Ăberlebenden stellen sich die Frage, wie unter der Bedingung von tabula rasa eine grenzenlose utopische Gesellschaft aufgebaut werden kann.
Jede Utopie hat das Potenzial latent vorhandene KrĂ€fte zu wecken. Utopien besitzen eine Spiegelfunktion, weil sie den Blick zurĂŒck auf das Zeitalter, die Kultur und die Gesellschaft lenken, in der sie entstehen. Der Mehrwert von Utopien liegt also gerade darin, die notwendige Selbstbeobachtungs- und SelbstregulationsfĂ€higkeit von Gesellschaften zu unterstĂŒtzen. Um Zukunft zu entwerfen, braucht es allerdings eine realistische Bestandsaufnahme und die FĂ€higkeit, die Vielfalt der Optionen zu erkennen. Wissenschaftler nennen das âKontingenzbewusstseinâ. In anderen Worten: Die Zukunft sollte nicht denen vorbehalten bleiben, die unfĂ€hig sind, in der Gegenwart klar zu sehen.
UtopiemĂŒdigkeit
Bislang verschleierte UtopiemĂŒdigkeit die klare Sicht nach vorn. âDie Zukunft ist totâ, behauptet der Historiker Timothy Snyder. âSeit der Französischen Revolution hatte es immer eine Zukunft gegeben. Ohne den Glauben an eine Zukunft kann Demokratie nicht existieren. Die Menschen mĂŒssen das GefĂŒhl haben, dass sie mit ihren Entscheidungen die Zukunft beeinflussen können.â Wenn der politische Pragmatismus, also das âFahren auf Sichtâ nicht nur langweilig, sondern auch erfolglos wird, kommt die Zeit, wieder ĂŒber das groĂe Ganze nachzudenken. Gesellschaft ist kein gebrauchtes Fahrrad, das nur gepflegt werden muss. Wenn sich Politik in Schönheitsreparaturen erschöpft, dann kommt die Zeit fĂŒr echte VerĂ€nderungen. TatsĂ€chlich erleben wir ĂŒberall â in Politik, Wissenschaft und Wirtschaft â ein Ă€hnliches Muster: Es gibt Kritik an den ZustĂ€nden, aber keine positiven Wunschformulierungen. Anstatt in utopisches Kapital zu investieren, werden affirmative Standardwelten reproduziert. Doch die Verdopplung des Bestehenden ist keineswegs das Neue. Wer aber wirklich etwas verĂ€ndern möchte, sollte aus der Zukunft zurĂŒck denken.
Wenn Corona Krise bedeutet, was war dann NormalitĂ€t? Vielleicht können wir Dank des Overview-Effekts die Corona-Krise auch als kollektiven Versuch begreifen, wieder reale utopische Orte zu schaffen. Das wĂ€re dann nichts anders, als âdas Richtige im Falschenâ zu tun, um den berĂŒhmten Aphorismus Theodor Adornos umzupolen, der sich bezeichnenderweise im Kapitel Asyl fĂŒr Obdachloseseiner Minima Moralia findet. Untertitel: Reflexionen aus dem beschĂ€digtem Leben.
Was wir gegenwĂ€rtig erleben ist keine Krise. Eine Krise geht vorĂŒber. Wir aber mutieren in eine andere Zukunft. âWir hatten uns an eine Welt gewöhntâ, so nochmals Bruno Latour, âwir gehen in eine andere ĂŒber.â Mutation bedeutet, dass sich unsere Beziehung zur Welt tiefgreifend verĂ€ndert. Mutation bedeutet grundlegenden Zivilisationswandel, der aktiv im Sinne eines Transformationsdesignsgestaltet werden sollte. Auf diesem Weg dĂŒrfen wir nicht enttĂ€uscht sein, wenn Idealistisches nicht gelingt. Stattdessen sollten wir lernen, unsere Ideale genauer definieren. Erst, wenn wir alle in einen utopischen Gesellschaftsvertrag einwilligen, der die Regeln fĂŒr eine universelle conditio humana, beinhaltet, sind wir auf dem richtigen Weg zum triumphierenden WeltbĂŒrgertum. Dann kann jede Krise gemeistert werden.
Zukunft mit Beipackzettel
Zivilisationswandel braucht eine Zukunft mit Beipackzettel. Der Beipackzettel erklĂ€rt, was wir tun sollen, auch und weil wir ja bereits so viel wissen. Akkumuliertes Wissen und gesteigerte SensibilitĂ€ten fĂŒhren leider nicht zwangslĂ€ufig zu neuen Lebensweisen, denn es gibt eine Kluft zwischen Einstellung und Verhalten.
Der Beipackzettel fĂŒr die Zukunft beinhaltet auch den produktiven Umgang mit Konflikten. Konflikte treiben Fortschritt voran, zwingen zur Diskussion und korrigieren Fehlentwicklungen. Eine Gesellschaft, in der alles im Gleichgewicht zu schweben scheint, ist eine statische, tote Gesellschaft. Vor allem aber ist Kooperation statt Konkurrenz die Grundsubstanz fĂŒr den Wandel - Grundlage einer gerechten Gesellschaft ist gegenseitige UnterstĂŒtzung. Irgendwo im Leben von Individuen muss etwas existieren, das die Rettung ganzer Gemeinschaften bewirken kann, sonst ist das Experiment Gesellschaft zum Scheitern verurteilt. Das Ego des Einzelnen muss sich den BedĂŒrfnissen der menschlichen Gemeinschaft unterordnen. Doch trotz zahlreicher Manifeste zur Rettung der Welt, trotz Leitbildern, PrĂ€ambeln, Gesetzestexten und vielen klugen BĂŒchern, entstand bislang insgesamt keine bessere Welt. Fehlende Langfristorientierung, Verlustaversion, liebgewonnene Gewohnheiten, das Einrichten in der Komfortzone, PfadabhĂ€ngigkeiten in Politik und Wirtschaft â das alles sind GrĂŒnde fĂŒr die hemmende UtopiemĂŒdigkeit.
Dennoch besteht Hoffnung. Sehnsucht brennt von innen her. Die neuseelĂ€ndische Schriftstellerin Keri Hulme umschreibt in ihrem Roman Unter dem Tagmond eine Ăsthetik des Eingreifens. Wir sind, fĂŒr uns selbst, nichts Anderes als einzelne Menschen, so Hulme, zusammen aber, sind wir âHerz, Muskel und Geist von etwas GefĂ€hrlichem und Neuenâ, alle zusammen sind wir âWerkzeuge der VerĂ€nderungâ.
Ein schöner Gedanke, auch wenn Zweifel bleiben.
Was, wenn wir keine Werkzeuge der VerĂ€nderung sind, sondern ein kollektives âenfant terribleâ, das gerade dabei ist, den Planeten zugrunde zu richten? Oder wir uns dem Menschenbild annĂ€hern, das bereits in Gullivers Reisen von Jonathan Swift (1762) beschrieben wird, wenn Menschen als âdie schĂ€dlichste Art von kleinen scheuĂlichen Ungeziefernâ beschrieben werden?
Eine groĂe Herausforderung liegt im Moment darin, die Gleichzeitigkeit zwischen allergröĂten Sorgen und banalstem Alltag produktiv zu gestalten. Tom Jefferies, der AnfĂŒhrer der Utopisten auf dem Mars fasst im Roman WeiĂer Mars seine Sehnsucht nach einer besseren Welt in markante Worte: âIch werde eine morsche TĂŒr eintreten. Ich werde Licht fĂŒr die Gesellschaft hereinlassen. Ich werde dafĂŒr sorgen, dass wir das, was wir in unseren TrĂ€umen gern sein möchten, auch ausleben: dass wir groĂe und weise Menschen werden â umsichtig, wagemutig, erfindungsreich, liebevoll, gerecht. Menschen, die diesen Namen auch verdienen. Dazu mĂŒssen wir nur wagen, das Alte und Schwierige abzuwerfen und das Neue, Schwierige und Wunderbare willkommen zu heiĂen.â Utopien sind geöffnete TĂŒren in Richtung Zukunft.
Im Innersten unserer wertvollen Existenzen verĂ€ndert sich gerade alles. Wir sind dabei, die Welt umzukleiden. Wenn dabei ein paar althergebrachte Grenzen und Gewissheiten eingerissen werden, wĂ€re es nicht wirklich schade darum. Weil die Evidenz der Bedrohung nicht automatisch bessere Menschen aus uns allen macht, mĂŒssen wir uns schon jetzt darauf vorbereiten wieder utopische Politik zu betreiben. Denn jeder Tag ist ein Versprechen an das kommende Leben.Wenn das universelle Empfinden darin besteht, dass uns der Boden unter den FĂŒĂen weggezogen wird, dann braucht es gerade jetzt Utopien als Haltegriffe.
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«Die meisten sind gegen das Virus sowieso immun»
Beda Stadler ist Schweizer Molekularbiologe sowie emeritierter Professor und ehemaliger Direktor des Instituts fĂŒr Immunologie der UniversitĂ€t Bern.
Immunologie-Professor Beda Stadler: «In Europa ist ein neuer Stamm Coronaviren unterwegs, der dafĂŒr sorgt, dass die Fallzahlen zwar ansteigen, die Leute aber kaum krank werden. Deswegen sind die Spitalbetten leer.»
Analyse des Coronavirus: Immunologie-Professor Beda Stadler erklĂ€rt, wieso man keine Angst haben muss und weshalb die Maskenpflicht ĂŒberflĂŒssig ist.
âą Dossier Covid-19 / Corona Virus
Beda Stadler ist Schweizer Molekularbiologe sowie emeritierter Professor und ehemaliger Direktor des Instituts fĂŒr Immunologie der UniversitĂ€t Bern. Seine Kernaussagen im Ăberblick:
⹠Die meisten Schweizer sind gegen das Coronavirus sowieso immun und haben Antikörper gebildet.
âą In keinem Land dieser Erde sanken die Zahlen wegen der Maskenpflicht.
âą Ich kenne keinen Wissenschaftler auf dieser Welt, der den PCR-Test als Infektionsnachweis gelten lassen wĂŒrde.
âą In Argentinien steigen die Zahlen seit rund fĂŒnf Monaten kontinuierlich an â trotz Maskenpflicht und komplettem Lockdown.
⹠Afrika hat eine sehr junge Bevölkerungsstruktur und deshalb weniger Probleme.
âą Es kann sein, dass jemand viermal positiv getestet wird. Zweimal krank werden â ausgeschlossen!
âą Ich wĂŒrde sĂ€mtliche Massnahmen zurĂŒckfahren und gleichzeitig prĂ€zise erklĂ€ren, dass man gewisse Dinge derzeit lassen sollte.
⹠Das Virus ist draussen ungefÀhrlich. Mit Masken im Bahnhof rumlaufen bringt schlicht nichts.
Yves Schott, Chefredaktor des «BernerbÀr», bat den renommierten Immunologie-Professor zum Interview:
Herr Stadler, im Juni schrieben Sie in der «Weltwoche», die Zahlen wĂŒrden im Winter wieder steigen. Sie lagen falsch â die Zahlen steigen bereits seit Wochen.
Moment: Von welchen Zahlen reden wir genau?
Von laborbestÀtigten FÀllen.
Zu Zeiten von Daniel Koch wĂ€re diese Aussage korrekt gewesen. Mittlerweile spricht das BAG hingegen von laborbestĂ€tigten Infektionen. Und das ist falscher als falsch. Ich kenne keinen Wissenschaftler auf dieser Welt, der den PCR-Test als Infektionsnachweis gelten lassen wĂŒrde. Verstehen Sie mich nicht falsch: Der Test an sich ist schon in Ordnung.
Was sagt der Test denn aus?
Dass diese bestimmte Person mit dem Virus in Kontakt kam. Da die meisten Schweizerinnen und Schweizer gegen das Coronavirus allerdings sowieso immun sind und Antikörper gebildet haben, ist der Erreger beim Test bereits in die Schranken gewiesen worden. Zum Vergleich: Sie können jahrelang Herpesviren in sich tragen, ohne dass die Krankheit ausbricht. Ausserdem ist derzeit in Europa ein neuer Stamm Coronaviren unterwegs, der dafĂŒr sorgt, dass die Fallzahlen zwar ansteigen, die Leute aber kaum krank werden. Deswegen sind die Spitalbetten leer.
Dieser Aussage wurde in der Talksendung «Hart, aber fair» klar widersprochen. Wissenschaftsjournalistin Julia Fischer meinte, die Zahl liege so tief, weil sich derzeit vorwiegend junge Menschen anstecken.
(Schmunzelt) Das Virus unterscheidet nicht zwischen Jungen und Alten. Es springt einfach auf den nĂ€chsten Menschen. Was mich generell erstaunt, ist, dass zum ersten Mal ĂŒberhaupt der Feldversuch weniger stark gewichtet wird als das Laborexperiment. Sehen Sie: Masken saugen gewisse Tröpfchen auf, dafĂŒr hĂ€tte es keine Studien benötigt. In Argentinien andererseits steigen die Zahlen seit rund fĂŒnf Monaten kontinuierlich an â trotz Maskenpflicht und komplettem Lockdown. In keinem Land dieser Erde sanken die Zahlen wegen der Maskenpflicht.
Wenn es nicht die Masken sind, die die Zahlen zum Sinken bringen â was dann?
Bei uns flachte die Kurve bereits vor dem Lockdown ab. Schweden verzeichnete fast drei Viertel aller TodesfĂ€lle zu Beginn der Epidemie. Die Regierung entschuldigte sich danach, die vulnerablen Personen zu wenig geschĂŒtzt zu haben. Genau das hatte ich von Anfang an gesagt: SchĂŒtzt die Risikogruppen und lasst die anderen in Ruhe! Doch dafĂŒr wurde ich ausgelacht. Denn die Modelle sĂ€mtlicher Epidemiologen basierten darauf, dass die Menschen vom Virus gleichermassen angesteckt werden. Bloss waren die Kinder samt und sonders immun. Noch etwas zu Ihrer vorigen Bemerkung: FĂŒr Afrika wurden apokalyptische Szenarien gezeichnet, die nie eintrafen. Die ErklĂ€rung ist eine traurige: Die Risikogruppen, also Ă€ltere Personen, sind aufgrund der Armut schon eliminiert. Afrika hat eine sehr junge Bevölkerungsstruktur und deshalb weniger Probleme.
ZurĂŒck in die Schweiz: Herr Stadler, den Lockdown brauchte es doch schon nur darum, um die neue Situation in die Köpfe der Menschen zu bringen.
Gegenfrage: Wer ist vor allem am Virus gestorben?
Ăltere Menschen.
Richtig. Und wo wohnen diese? HauptsĂ€chlich in Altersheimen. Deswegen war mein Argument von Anfang an, Risikopatienten konsequent zu schĂŒtzen. Wir hatten zunĂ€chst eine klare Ăbersterblichkeit, nun verlĂ€uft die Kurve am unteren Rand.
Ja, weil wir die Hygieneregeln befolgen!
Gegen Social Distancing habe ich nichts, das ist die beste Massnahme ĂŒberhaupt, denn das Virus springt von Mensch zu Mensch. Ein LĂŒmpchen vor dem Gesicht hingegen nĂŒtzt nur wenig. Doch wir mĂŒssen ĂŒber den Beginn der Pandemie reden.
Gerne.
Die ersten Virussequenz, die wir in Europa untersuchten, war logischerweise jene aus China. Man las die Daten also ein und sah, dass es sich um ein Coronavirus handelte. Vom gesamten Genom besteht aber nur ein Teil aus SARS-CoV-2, alles andere ist genau gleich wie bei den ĂŒblichen Coronaviren. Wieso damals niemand erkannt hat, dass hier eine gewisse ImmunitĂ€t vorherrschen sein muss, erstaunt mich. Ich habe den Podcast des deutschen Virologen Christian Drosten sehr geschĂ€tzt â bis er ĂŒber Immunologie zu sprechen begann. Mir standen die Haare zu Berge! Er brĂŒstete sich damit, als Erster ĂŒber einen Antikörpertest zu verfĂŒgen. Doch dieser Test wurde fĂŒr das SARS-Virus von 2003 entwickelt â und trotzdem erkannte er SARS-CoV-2. Verstehen Sie jetzt, wieso man nie mehr von einem neuen Virus reden sollte?
Dieses Argument ist Balsam auf die Seele von Verschwörungstheoretikern.
Der Begriff «neu» wird falsch verwendet. Man hĂ€tte es so formulieren mĂŒssen: Das Coronavirus ist teilweise verwandt mit bekannten ErkĂ€ltungsviren. Wenn zudem ein Grossteil der Bevölkerung keine Symptome zeigt, sollte man nicht mehr davon reden, fĂŒr andere ansteckend zu sein. Wenn Sie sich impfen lassen und keine Reaktion darauf zeigen, wĂŒrde ich mir Sorgen machen. Es gibt keine Infektion ohne EntzĂŒndung!
Damit widersprechen sie Ihren Wissenschafts-Kollegen deutlich.
Immun sein heisst, dass ein Erreger Zellen infizieren kann, ohne Symptome zu verursachen. Das ist aber keine Infektion. Sonst wĂŒrden sie von jedem Glas Wasser krank! Klar kann bei Leuten, die immun sind, das Virus tage- oder sogar wochenlang nachgewiesen werden. Nur gewinnt es nicht die Oberhand. Daher spricht man von einer Inkubationszeit von bis zu 22 Tagen. Wird jemand danach krank, hat sein Immunsystem den Kampf gegen das Virus verloren â und er oder sie wies in dieser Zeit garantiert Symptome auf.
Was ist mit den Tausenden von Menschen, die sich in der Schweiz angesteckt haben?
ImmunitĂ€t ist kein Ja oder Nein. Man hat mehr oder weniger davon. Junge Menschen mit schweren Immunerkrankungen können am Coronavirus sterben, natĂŒrlich, aber das ist Ă€usserst selten.
Was ist mit jenen, die nach ĂŒberstandener Erkrankung von einer eingeschrĂ€nkten Lungenfunktion oder dauerhaftem Geschmacksverlust berichten?
Jedes Bakterium, das eine heftige LungenentzĂŒndung auslöst, verursacht SchĂ€den, die sich kaum in einer Woche heilen lassen.
Zu reden geben momentan Meldungen, wonach Menschen mehrfach krank werden können.
(Unterbricht) Nein, das ist ein MĂ€rchen! Es kann sein, dass jemand viermal positiv getestet wird. Zweimal krank werden â ausgeschlossen, da die Person Antikörper gebildet hat.
Wie lautet Ihre Corona-Prognose?
Meiner Meinung nach mĂŒsste ein zweiter PCR-Test eingefĂŒhrt werden, der den neuen Virenstamm entdeckt. Jedem, der sich mit der neuen Form angesteckt hat, könnte man sagen: Der ist harmlos, du darfst ruhig noch andere anstecken, weil du zur HerdenimmunitĂ€t beitrĂ€gst.
Wird uns ein Impfstoff retten?
Das BAG rÀt seit Jahren dazu, dass sich Risikogruppen gegen Grippe impfen sollen. Weil aber ihr Immunsystem geschÀdigt ist, werden sie auch auf den Impfstoff nicht reagieren. Dasselbe Spiel nun beim Coronavirus. Impfen sollten sich stattdessen jene, die andere unfreiwillig anstecken können, sprich: GefÀngniswÀrter, Pflegepersonal, Polizisten, Lehrer. Ich will ja nicht krÀnker aus dem Spital kommen als ich reingegangen bin. (lacht)
Wenn Sie ganz alleine entscheiden könnten: Wie wĂŒrde Ihre Corona-Strategie aussehen?
Ich wĂŒrde sĂ€mtliche Massnahmen zurĂŒckfahren und gleichzeitig prĂ€zise erklĂ€ren, dass man gewisse Dinge derzeit lassen sollte: Menschen beim BegrĂŒssen kĂŒssen beispielsweise, HĂ€ndeschĂŒtteln. Zweitens: GrossanlĂ€sse zulassen, aber FreirĂ€ume schaffen, damit man nicht zu fest aufeinandersitzt. Drittens deutlich machen, dass es draussen ungefĂ€hrlich ist. Mit Masken im Bahnhof rumlaufen bringt schlicht nichts! Viertens: Jenen, die Angst haben, eine neue und gĂŒnstige Art von Masken zur VerfĂŒgung stellen, damit sie beruhigt sind. FĂŒnftens: ein Sorgentelefon fĂŒr die Verunsicherten.
Sind Sie eigentlich enttÀuscht, nicht zur Taskforce des Bundes zu gehören?
Im Gegenteil. Ich wurde ja sogar angefragt, doch ich bin Risikopatient: Vor einem Jahr hatte ich eine doppelte Lungenembolie, ausserdem bin ich ĂŒbergewichtig. Stellen Sie sich vor, ein Journalist wĂŒrde mich sehen und danach schreiben: Alle sollen zuhause bleiben, doch der dicke Stadler ist mit dem Bundesrat unterwegs! Andererseits sagte ich ab, weil ich zu Beginn wirklich Angst hatte.
Wegen der schlimmen Bilder aus Italien?
Ja, ich fiel ebenfalls darauf rein. Intubierte Menschen, die auf dem Bauch liegen. Die gab es, zweifellos, aber es handelte sich um EinzelfÀlle.
Wann dĂŒrfen wir uns wieder umarmen und kĂŒssen?
Nicht ganz zufĂ€lligerweise hatten mit Spanien und Italien jene beiden LĂ€nder, in denen dieses Ritual am stĂ€rksten praktiziert wird, am Anfang die grössten Probleme. Vielleicht werden wir zu anderen BegrĂŒssungsformen finden. In Japan kĂŒsst sich auch niemand zur BegrĂŒssung.
Die Konsequenz aus der HIV-Epidemie in den 80er-Jahren war das Kondom, die Konsequenz aus der Corona-Krise ist das Abstandhalten bei der BegrĂŒssung?
Ein schöner Vergleich. Denn wer sieht, wie die Menschen die Masken tragen, versteht auch, wieso die VerhĂŒtung nicht funktioniert (lacht).
Dossier Covid-19 / Corona Virus
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Astrophysik: WeiĂer Zwerg im Laborexperiment nachgestellt und vermessen via /r/de
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Astrophysik: WeiĂer Zwerg im Laborexperiment nachgestellt und vermessen https://ift.tt/3hNuGkG Submitted August 31, 2020 at 10:38PM by juhuuuuuuuu via reddit https://ift.tt/2YS2iq5
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Die Krone - Corona als Umweltkorrektiv
Die Krone â Corona als Umweltkorrektiv
Ob das Virus nun menschengemacht, Laborexperiment oder Chemiewaffe ist spielt keine Rolle. Die Frage ist, was macht es mit uns? In erster Linie Angst. Viele Menschen merken plötzlich, dass sie in einem gewissen MaĂe betroffen sein werden oder es schon sind. Viel interessanter ist jedoch der Aspekt der Korrektur, die unsere Gesellschaft plötzlich durch diese Pandemie erfĂ€hrt. Wenngleich alleâŠ
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Spitex- Weiterbildungen:Â Heilpflanzen gegen Coronaviren?
Ich bin gerade gefragt worden, ob es Heilpflanzen gegen Coronaviren gebe. Das ist eine schwierige Frage, weil dazu keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen.
Klar ist, dass es viele Wirkstoffe, Heilpflanzen, Pflanzenextrakte und Ă€therische Ăle gibt, die im Labor antiviral wirken.
Aber von einer Wirkung im Labor lÀsst sich nicht einfach auf eine Wirkung am Menschen schliessen. Der menschliche Organismus ist viel komplexer als die Situation in einem Laborexperiment.
Zum vollstÀndigen Text klicken Sie bitte auf den untenstehenden Link:
Spitex- Weiterbildungen:Â Heilpflanzen gegen Coronaviren?
Wenn Sie interessiert sind an fachlich fundierten Weiterbildungen im Bereich der Phytotherapie / Pflanzenheilkunde, gelangen Sie zu unserem umfassenden Weiterbildungsangebot, mit einem klick auf den untenstehenden Link:
Spitex Weiterbildungen in Phytotherapie / Pflanzenheilkunde
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Synthetischer Wirkstoff hemmt Coronaviren in Laborexperiment
http://dlvr.it/RP35RG
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Fandom: Dragon Ball °âąâŠââȘâ« â„â«âȘââŠâąÂ°Â°âąâŠââȘâ« â„â«âȘââŠâąÂ°Â°âąâŠââȘâ«â„ â«âȘââŠâąÂ° This is my "Dragonball"-OC Lexin! :) The Story of Lexin: She is laborexperiment from a labor, which tryed to produced powerful humans (like Saiyajins). As the Professor try to get her much more strength she destroyed, because of her pain and fear, the labor. She fled and tryed to live alone. After all Lexin was founded by Son-Goku, which bring her to his friends. She become the pupil of Vegeta, but for the first time he won't rain her. After a long time she was not more this withdrawn and taciturn like at the start. Lexin get strong feelings for Vegeta. °âąâŠââȘâ« â„â«âȘââŠâąÂ°Â°âąâŠââȘâ« â„â«âȘââŠâąÂ°Â°âąâŠââȘâ«â„ â«âȘââŠâąÂ° Iâm a german hobby artist. I draw FanArts, own stuff and I write FanFictions and Original Fictions. :) If you wanna see more of my stuff please visit these sites. °âąâŠââȘâ« â„â«âȘââŠâąÂ°Â°âąâŠââȘâ« â„â«âȘââŠâąÂ°Â°âąâŠââȘâ«â„ â«âȘââŠâąÂ° FanArts: Leopardenfell - FaceBook Leopardenfelly - deviantArt Leopardenfell - Twitter Leopardenfell - Instagram Leopardenfell - Paigeeworld °âąâŠââȘâ« â„â«âȘââŠâąÂ°Â°âąâŠââȘâ« â„â«âȘââŠâąÂ°Â°âąâŠââȘâ«â„ â«âȘââŠâąÂ° FanFictions (they are all written in german): Leopardenfelly - FanFiktion.de Leopardenfell - MyFanFiction.net Leopardenfell - FanFiction.net Leopardenfelly - Wattpad °âąâŠââȘâ« â„â«âȘââŠâąÂ°Â°âąâŠââȘâ« â„â«âȘââŠâąÂ°Â°âąâŠââȘâ«â„ â«âȘââŠâąÂ° Enjoy my Art Greetings Leo~â„
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Gewicht messen: Ein neuer Weg der Gewichtskontrolle in 6 simplen Schritten
Wer seinen Körper transformieren will, sollte sein Gewicht messen?
TatsÀchlich verfolgen die meisten Menschen die VerÀnderungen ihres Körpers via Gewichtskontrolle.
Aber ist es auch der beste Weg?
Es kommt drauf an. Denn leider kann die Messung des Körpergewichts Dich auf eine falsche FĂ€hrte fĂŒhren, die in unnötigem Frust endet.
Dieser Artikel ist Teil der Artikelserie ĂŒber eines der wichtigsten Nackt-Gut-Aussehen Tools: Dein Feedback System.
Du erfÀhrst, worauf Du beim Gewicht messen achten solltest:
Warum solltest Du Dein Gewicht messen?
Was sagt die Gewichtskontrolle wirklich ĂŒber Deinen Körperbau aus (und was nicht)?
Körpergewicht messen in 6 prĂ€zisen Schritten: So gehtâs!
Dieser Artikel ist sozusagen die Anleitung fĂŒr Deine Körperwaage, die die meisten Hersteller Dir bisher vorenthalten haben.
Was sagt die Gewichtskontrolle ĂŒber Deine Fortschritte aus?
Wer seine ErnÀhrung verÀndert oder mit dem Krafttraining anfÀngt, um nackt gut auszusehen, braucht ein Feedback System.
SchlieĂlich willst Du wissen, ob das, was Du tust, auch zum gewĂŒnschten Erfolg fĂŒhrt.
Das Wiegen des Körpergewichts ist ein sinnvoller Bestandteil Deines Feedback Systems.
Allerdings setzt das voraus, dass Du verstehst, was Dein Körpergewicht ĂŒber Deine Fortschritte wirklich aussagt â und was nicht.
Lass uns ein Beispiel nehmen: Angenommen, jemand verÀndert seine ErnÀhrung und beginnt mit dem Krafttraining. Dadurch nimmt er im Laufe der Monate 10 Kilo Fett ab und 10 Kilo Muskeln zu.
Obwohl sein Körpergewicht gleich geblieben ist, hat sein Körperbau sich dramatisch verÀndert.
Im Spiegel wĂŒrde er vermutlich nicht nur deutlich athletischer, sondern auch viel schlanker wirken.
Hier ist ein zweites Beispiel: Was, wenn jemand 10 Kilo abnimmt â aber kein Fett, sondern nur Magermasse?
Er hĂ€tte zwar ordentlich Gewicht verloren, wĂŒrde aber im Spiegel wenigstens unfitter, vielleicht sogar dicker wirken, als vorher.
Die beiden Beispiele machen etwas deutlich:
Die Waage liefert nur einen eingeschrĂ€nkten Eindruck der âBlack Boxâ Deines Körperbaus.
Das wird noch immer oft ĂŒbersehen. Darum solltest Du Deine Fortschritte NIEMALS ausschlieĂlich anhand Deiner Körpergewichtsmessung festmachen.
Warum solltest Du dennoch Dein Gewicht messen?
Wenn Dein Körperbau eine Black Box ist und die Waage nicht das ganze Bild liefert, brauchst Du sie dann ĂŒberhaupt?
Bevor Du sie jetzt â vielleicht voreilig â zum Recyclinghof bringst:
Gib Deiner Waage eine zweite Chance.
Es heiĂt ja nicht, dass das Wiegen ĂŒberflĂŒssig ist. Es bedeutet lediglich folgendes:
Du willst Dein Gewicht messen UND vor dem Hintergrund Deines Körperbaus richtig interpretieren.
Und zwar, indem Du Dir ein VOLLSTĂNDIGES Bild machst, bevor Du Dein Urteil fĂ€llst.
Meinen Klienten empfehle ich daher, folgende Werte regelmĂ€Ăig â idealerweise einmal wöchentlich â zu erfassen:
Gewicht messen,
Körperfett messen,
ggfs. KörperumfÀnge messen.
Die Messung der KörperumfÀnge ist optional. Sie gehört erst beim gezielten Muskelaufbau zum Pflichtprogramm.
Tipp: Der richtige und der falsche Weg, Deinen Körperfettanteil zu messen
Es gibt verschiedene Verfahren, die Deinen Körperfettanteil messen.
Falls Deine Waage einen Körperfettwert ausspuckt, basiert er auf dem so genannten BIA-Verfahren, das in den meisten FÀllen prinzipbedingt keine brauchbaren Werte liefern kann. Beispielsweise maà die Stiftung Warentest bei ein und der selben Person Werte, die um sage und schreibe 18 % voneinander abwichen.
FĂŒr den Hausgebrauch solltest Du stattdessen die Hautfaltenmessung mit Caliperzange verwenden. Sie ist am prĂ€zisesten.
Nur, wenn Du Dir ein vollstĂ€ndiges Bild von Deinem Körperbau machst, siehst Du die VerĂ€nderungen Deines Körpers â  Körpergewicht eingeschlossen â im richtigen Kontext.
Also lass uns mit der Gewichtskontrolle beginnen.
Gewicht messen in 6 prĂ€zisen Schritten: So gehtâs!
Es ist eine simple Schritt-fĂŒr-Schritt Anleitung, anhand derer Du Dein Körpergewicht so akkurat wie möglich erfassen kannst.
Gewicht messen #1 â Besorgâ Dir eine gute Waage.
Die Grundlage bildet das richtige Equipment: eine gute Waage.
Dabei muss es kein High-End GerĂ€t fĂŒr 200 Euro sein. Ich empfehle eine vorkalibrierte Digitalwaage.
Diese hier ist ein gĂŒnstiges Einstiegsmodell, das aufgrund seiner prĂ€zisen Messung in der Stiftung Warentest als Testsieger prĂ€miert wurde. Kostenpunkt: ca. 24 Euro.
Gewicht messen #2 â Teste und kalibriere die Waage.
Digitalwaagen kalibrieren sich in der Regel selbst nach dem Einschalten. Das erkennst Du daran, dass das Display â0,0 kgâ anzeigt.
UnabhĂ€ngig davon, ob Deine Waage digital oder analog ist, solltest Du stets Dein eigenes kleines Laborexperiment durchfĂŒhren, bevor Du sie verwendest:
Bei einer neuen Waage testest Du zuerst ihre PrÀzision und ZuverlÀssigkeit.
Und zwar folgendermaĂen:
Nimm einen Gegenstand, dessen Gewicht Du exakt kennst. (Zum Beispiel eine Gewichtsscheibe.)
Wiege den Gegenstand fĂŒnfmal in Folge und notiere die Messwerte.
Vergleiche die fĂŒnf Messwerte miteinander und dem bekannten Gewicht des Gegenstands.
Wenn alle Werte nicht mehr als 500 Gramm voneinander abweichen, hat Deine Waage unseren Test bestanden. Mit dieser Abweichung können wir gut leben!
Falls die Abweichung 1 kg ĂŒbersteigt, ist die Messung zu ungenau. Dann kann es helfen, die Waage zurĂŒckzusetzen (wenn es eine Digitalwaage ist). Wirf dazu bitte einen Blick in die Bedienungsanleitung.
Falls Deine Waage immer noch keine genauen Messwerte liegfert, habe ich eine schlechte Nachricht fĂŒr Dich: Du brauchst eine bessere Waage!
Gewicht messen #3 â Teste nochmals.
FĂŒhre den oben erwĂ€hnten Test ein paarmal â vielleicht dreimal â mit dem gleichen Testgewicht wie bei Schritt 2 durch.
Und zwar jedesmal bevor Du Dich wiegst.
So stellst Du fest, ob die Waage am Tag der Messung weiterhin genau misst und erhÀltst hinreichend genaue Messwerte.
Gewicht messen #4 â Wiege Dich.
Jetzt steigst Du selbst auf die Waage und misst Dein Körpergewicht.
Gehe dabei wie folgt vor:
Steige insgesamt dreimal auf die Waage und notiere die Messwerte.
Alle drei Messungen sollten höchstens um 0,5 kg voneinander abweichen.
Falls die Abweichung kleiner oder gleich 0,5 kg ist, verwendest Du den Durchschnitt aller drei Messungen.
Falls die Abweichung gröĂer als 0,5 kg ist, steige ein viertes Mal auf die Waage und bilde den Durchschnitt der drei am dichtesten zusammenliegenden Messwerte.
VoilĂĄ! Es ist vollbracht.
Tipp: Die erste Messung (zu Beginn Deiner Nackt-Gut-Aussehen-Reise) ist Dein Start-Referenzwert, also solltest Du ihn auf jeden Fall festhalten. Lies dazu bitte auch diesen Artikel und die EinfĂŒhrung ĂŒber Dein Feedback System.
Gewicht messen #5 â Notiere Dein Gewicht.
Dieser Schritt ist wichtig: Notiere alle Gewichtsmessungen, die Du durchfĂŒhrst.
Nur, wenn Du Deine Messungen aufschreibst, erkennst Du Trends.
Einige von uns messen ihr Gewicht jeden Tag, um die natĂŒrlichen Schwankungen des Körpergewichts durch Lebensmittel, Wasserhaushalt, etc. ĂŒber den Wochenverlauf auszugleichen.
Anderen genĂŒgt es, einmal alle 14 Tage auf die Waage zu steigen.
Ich empfehle, das Körpergewicht einmal pro Woche zu tracken.
Am wichtigsten ist es, dass Du ĂBERHAUPT ein Feedback System etablierst. Also wĂ€hle die Variante, die am besten in Deinen Alltag passt.
UnabhÀngig davon, wie Du Dich entscheidest, solltest Du folgendes bedenken:
Je seltener Du Dein Gewicht misst, desto weniger sicher kannst Du Dir ĂŒber die Ursache einer Gewichtsschwankung sein.
Du erkennst einfach weniger gut, ob es sich wirklich um Fettabbau, Muskelaufbau oder einfach eine zufÀllige Gewichtsschwankung handelt.
Lohnt die Investition in eine High-End Waage?
Seit einigen Jahren gibt es auch WLAN-Waagen, die Deine Messwerte automatisch protokollieren und Trends sichtbar machen (siehe Gewicht messen #5).
Bei Bedarf können die Werte ĂŒber Schnittstellen wie Apple Health oder Google Fit an andere Apps weitergegeben werden. Solche GerĂ€te sind deutlich teurer und die Investition nur dann sinnvoll, wenn Du die Funktionen auch nutzt.
FĂŒr mich ist dieser Technologiesprung ein Segen. Seit 2011 verwende ich eine WLAN-Waage, aktuell dieses Modell von Nokia. Seither habe ich die Protokollierung weitestgehend an meine Waage delegiert und will diesen Komfort nicht mehr missen.
Wer sein Gewicht lieber Oldschool mit Zettel und Stift trackt, braucht keine High-End WLAN-Waage â und kann sich den (satten) Aufpreis sparen.
Gewicht messen #6 â Wiederhole die Messung unter Ă€hnlichen Bedingungen.
Du solltest Dein Gewicht stets unter möglichst gleichen Rahmenbedingungen durchfĂŒhren.
Dein Körpergewicht kann im Verlauf eines Tages um mehrere Kilogramm schwanken.
Das ist normal. Ăhnliche Rahmenbedingungen bedeutet:
mit der gleichen Waage,
zur gleichen Tageszeit,
zeitgleich in Relation zu Deinen Mahlzeiten,
möglichst gleich hydriert.
Nach einer ĂŒppigen Mahlzeit kannst Du leicht mal 2-3 Kilo mehr auf die Waage bringen.
Am besten wiegst Du Dich morgens, vor dem FrĂŒhstĂŒck.
Wenn es sich zeitlich einrichten lÀsst, empfehle ich folgende Vorgehensweise:
Trinke direkt nach dem Aufwachen 1-1,5 Liter Wasser.
Nach ca. 30 Minuten musst Du auf die Toilette.
Danach kannst Du Dein Gewicht messen.
Falls das aus ZeitgrĂŒnden nicht machbar ist, stellst Du im Rahmen Deiner Möglichkeiten fĂŒr jede Messung gleiche Bedingungen her.
Wenn Du Dich also stets VOR dem FrĂŒhstĂŒck gewogen hast, tust Du das weiterhin. Falls es stets NACH dem FrĂŒhstĂŒck war, bleibst Du dabei.
Artikelserie: Wie Du Deine Fortschritte misst, Plateaus vermeidest und kontinuierlich dranbleibst
Teil: EinfĂŒhrung in das Konzept des Feedback Systems
Teil: Wie Du Dein Körpergewicht misst, ohne Dich verrĂŒckt zu machen (dieser Artikel)
Teil: Der prÀziseste Weg, um Deine Körperfett-Entwicklung zu messen
Teil: Was Deine KörpermaĂe Dir ĂŒbers Abnehmen und Muskelaufbau verraten
Teil: Die Magie der Regeneration â So misst Du, ob Du Dir genug Erholung gönnst
Teil: Blutuntersuchung â Was Dein Blut Dir ĂŒber Deine Fitness verrĂ€t
Bereits erschienene Artikel sind verlinkt. Alle ĂŒbrigen Teile sind momentan noch in Arbeit. Stay tuned!
Fazit
Wer sein Gewicht messen will, sieht sich gleich mehreren Faktoren ausgesetzt, die die Messwerte verfÀlschen können:
Unser Körpergewicht schwankt im Verlauf eines Tages ganz natĂŒrlich um zwei, drei oder mehr Kilogramm.
Es gibt gute und schlechte Waagen. Die schlechten haben eine Ungenauigkeit von 1 kg und mehr.
Selbst eine gute Waage, die nicht kalibriert ist, misst ungenau.
In diesem Artikel hast Du erfahren, wie Du alle drei Faktoren auf ein Minimum reduzierst â und Dir dadurch unnötigen Frust ersparst.
Nun weiĂt Du, woran Du eine gute Waage erkennst, wie Du ihre PrĂ€zision testest, sie â falls nötig â kalibrierst und wie Du die Messung selbst so durchfĂŒhrst, dass Du möglichst exakte Werte bekommst, die miteinander vergleichbar sind.
Bei aller Sorgfalt kanst Du Abweichungen in der Gewichtskontrolle aber niemals völlig ausschlieĂen.
Daher solltest Du einer einzelnen Messung auch nie ein zu hohes Gewicht beimessen.
Entscheidend sind TRENDS. Und die zeigen sich erst mit der Zeit.
Wenn der Trend in die richtige Richtung weist, heiĂt das fĂŒr Dich: Weiter so. Falls nicht, macht das nichts. Denn die gute Nachricht ist:
Du behÀltst das Ruder in Deiner Hand.
Bleibâ dran und justiere wie in diesem und diesem Artikel nach â und dann nimmst Du wieder Fahrt auf.
Frage: Gehörst Du auch zu denen von uns, die regelmĂ€Ăig ihr Gewicht messen. Welche Vorgehensweise funktioniert fĂŒr Dich am besten und was fĂŒr eine Waage verwendest Du? Teile Deine Erfahrungen und schreib einen Kommentar.
Fotos im Artikel âGewicht messenâ: © Shutterstock.com: Anetlanda, WitR, ZM_Photo, Billion Photos, Syda Productions, KONDRATEV ALEXEY. © Amazon.de/Nokia.  CC BY 2.0: jurvetson via Flickr.
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Die Entwickler von NetherRealm Studios veröffentlichten heute Nacht ein weiteres Gameplay-Video zum kommenden Titel âInjustice 2â. Dort bekommt ihr den Charakter namens âSwamp Thingâ in voller Pracht zu sehen. Der KĂ€mpfer ist eine Mutation aus Mensch und Sumpflanze, die in Folge eines Unfalls bei einem Laborexperiment entstand. Dadurch verschmolz der Geist des Biologen âAlec Hollandâ, mit den Pflanzen. âInjustice 2â erscheint am 18. Mai 2017 fĂŒr die Xbox One und PlayStation 4 im Handel.
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